So, an dieser Stelle wird’s knifflig – also für mich.
Denn wer einen Blogbeitrag liest, bei dem Tipps und Beispiele für fesselnde Teaser angepriesen werden, der erwartet natürlich einen überragenden Anreißer.
Den Moment habe ich – wie du merkst – nun verpasst.
Kein gutes Beispiel für einen gelungenen Teaser… Eher ein ziemlich schlechtes sogar. Sorry!

Da du trotzdem weiterliest und wir gerade beim Thema sind, belohne ich dich am Ende dieses Beitrags mit einer Übersicht der absoluten DONT’s beim Texten von Teasern.

Jetzt legen wir aber wirklich los, mit wertvollen Schreibtipps und praktischen Beispielen für gute Teaser!

Was macht einen guten Teaser-Text aus?

Ein Teaser-Text nennt man auch Anreißer.
Er ist eine kurze Einleitung oder Vorschau in dein Thema und soll die Leser gleich zu Beginn neugierig machen, deinen Blogbeitrag auf jeden Fall weiterzulesen.

Mach in wenigen Sätzen deutlich, um was es in deinem Blogbeitrag geht und bringe idealerweise alle wichtigen Inhalte des Textes auf den Punkt.

Halte dir beim Texten immer folgende Eigenschaften vor Augen:

Ein guter Teaser…

  • ist kurz, aufregend und verständlich geschrieben
  • bringt in wenigen Sätzen den Inhalt deines Blogbeitrags auf den Punkt
  • macht neugierig und animiert zum Weiterlesen
  • beinhaltet deine Keyphrase oder dein Hauptkeyword
  • unterstreicht in Kombination mit der Hauptüberschrift und dem Titelbild das Thema des Beitrags

Schreibtipp: Eigenschaften von einem fesselnden Teaser

Der Schlüssel für einen fesselnden Teaser-Text ist der gelungene Küchenzuruf. Stell dir vor du sitzt im Wohnzimmer, liest eine spannende Meldung in der Zeitung und rufst deinem Partner in der Küche zu: “Spatzi! Du wirst es nicht glauben, aber…”

Du willst die wichtigsten Inhalte des gelesenen Beitrags der anderen Person kurz und knackig mitteilen.

Genau dieser Situation verdankt die “SPATZI”-Regel ihren Namen, denn sie fasst die Kerneigenschaften zusammen, die ein guter Teaser erfüllen soll:

  • Stilsicher
  • Prägnant
  • Anregend
  • Zielsicher
  • Inhaltlich relevant

Um noch mehr Spannung im Teaser aufzubauen, kannst du dich der zentralen Motive von Menschen bedienen: Angst, Neugier, Druck, Vorteile.

Außerdem solltest du “Zauberwörter” beim Schreiben eines fesselnden Teasers verwenden.
Sie ködern deine Leser, indem sie wie Bilder wirken.

Beispiele für Zauberwörter

  • Kinderleicht
  • Exklusiv
  • Todsicher
  • Idiotensicher
  • Trick
  • Erprobt
  • Praktisch
  • Zuverlässig
  • Ultimativ
  • Hilfreich
  • Verhängnisvoll
  • Fatal

Überrasche deine Leser mit etwas unerwartet Neuem, baue Spannung auf, locke aus der Reserve und lass sie dann stilvoll zappeln. Damit kannst du sicher sein, dass sie neugierig weiterlesen.

Beispiele für unterschiedliche Arten von Teasern und deren Aufbau

Prinzipiell gibt es vier verschiedene Arten, wie du einen Teaser aufbauen kannst:

Der Lead

Der Begriff “Lead” bedeutet übersetzt “führen” und tut genau das in der Einleitung.
Ein Lead-Teaser leitet den Leser durch alle relevanten W-Fragen (wer, wann, was, wo, wie…).

Beispiel für einen Lead-Teaser:

Wie du mit einem fesselnden Teaser deine Blogbeiträge einleitest und was es beim Texten im Aufbau zu beachten gilt.

Der Cliffhanger

“Cliffhanger” kommt aus dem englischen Sprachgebrauch und steht sinngemäß für jemanden, der an der Klippe hängt – Fällt die Person in den Abgrund, oder schafft sie es wieder hoch?
Bei spannenden Fragen wird ein bewusster Schnitt herbeigeführt, sodass der Ausgang offen bleibt und die Handlung erst im nächsten Abspann weitergeführt wird.

Cliffhanger folgen im Aufbau dem eines Leads und sind ein beliebtes Stilmittel, um auf spielerische Weise neugierig zu machen, denn sie animieren unterbewusst zum Weiterlesen.

Beispiel für einen Cliffhanger-Teaser:

Wie fesselnde Teaser dein SEO-Ranking verbessern und welche fatalen Fehler du beim Texten eines Teasers machen kannst.

Der Informercial

Der “Informercial” verrät im Namen schon was er tut: Er informiert über eine konkrete Problemlösung und stellt dem Leser sein gesuchtes Ergebnis in Aussicht.

Beispiel für einen Informercial-Teaser:

Mit diesen 5 Tipps für einen fesselnden Teaser, gelingt dir jede Einleitung für deine Blogbeiträge.

Der Point of View

Übersetzt steht der Begriff für “Standpunkt” und bedeutet, dass du die Leser textlich direkt in eine spannende Passage deines Themas versetzt, sodass diese unbedingt wissen möchten, wie es weitergeht.

Beispiel für einen Point-of-View-Teaser:

Sätze, die fesseln und Zeilen, die in den Bann ziehen. Gute Teaser regen die Neugierde an und motivieren zum Weiterlesen. Doch ein knackiger Anreißer muss gut durchdacht sein.

Für welche Art von Teaser du dich letztlich entscheidest, liegt an deinem Schreibstil, der Zielgruppe oder dem Thema an sich. Natürlich kannst du jeden Blogbeitrag mit einer anderen Art von Teaser-Text einleiten, das liegt letztlich ganz bei dir.

Was du auf keinen Fall beim Texten eines Teasers tun solltest!

Fast geschafft, du hältst wirklich durch!
Wie versprochen verrate ich dir deshalb jetzt noch, was du beim Schreiben eines Teasers auf keinen Fall tun solltest und gebe dir eine Übersicht über die absoluten DONT’s:

  1. Achte darauf, dass sich Inhalte nicht wiederholen und du die Überschrift 1:1 in der Einleitung wiedergibst – sei kreativ.
  2. Überflüssige Informationen wie Details, Zahlen, Füllwörter usw. haben im Teaser nichts verloren.
  3. Vermeide komplizierte Satzkonstruktionen wie Verschachtelungen, Einschübe oder Klammern.
  4. Halte deine Leser nicht hin, sondern gib ihnen ohne Umschweife spannende Fakten zu dem nachfolgenden Blogbeitrag.
  5. Fang nicht bei Adam und Eva an, sondern hol die Leser direkt da ab, wo es spannend wird.
  6. Vermeide Floskelbingo und abgedroschene Phrasen. Alles schon 1.000 x gelesen. Alles nichts besonderes.
  7. Verwechsle bei Blogbeiträgen nicht den Teaser-Text, mit dem Text der Meta-Description. Das Ziel ist dasselbe, sie funktionieren aber unterschiedlich.

Extra Tipp für den perfekten Anreißer

  1. Ein guter Teaser macht hungrig auf mehr und sättigt nicht.
    Fass dich deshalb kurz!
  2. Es gibt zwar keine Faustformel für die Textlänge eines Teasers, aber ein gelungener Anreißer besteht meist aus circa 300 Zeichen.
  3. Wenn dein Teaser-Text mal etwas umfangreicher ist, kann er auch um die 600 Zeichen umfassen.
    Wichtig dabei ist nur, dass die Textlänge des Teasers unter keinen Umständen abschreckend wirkt, denn sonst verlierst du Leser.

Konkretes Beispiel für einen guten Teaser

Abschließend lasse ich dich natürlich nicht ohne ein konkretes Beispiel gehen, wie ich meinen Teaser normalerweise am Anfang dieses Blogbeitrags geschrieben hätte:

Viel Spaß beim Texten deiner eignen Weihnachtsgrüße, deine Kunden werden sich freuen!
Hast du weitere Tipps, wie man Weihnachtsgrüße an Kunden durch Storytelling zum Leben erwecken kann?
Ich freue mich auf deine kreativen Ideen in den Kommentaren.

Beim Texten eines gelungenen Teasers gibt es ein paar wichtige Schreibregeln, damit Interessenten gefesselt weiterlesen. Obwohl man Teaser nach vier unterschiedlichen Arten aufbauen kann, bleiben die grundsätzlichen Eigenschaften immer gleich.

Deshalb verrate ich dir die wichtigsten Tipps und Tricks, wie du kinderleicht einen fesselnden Teaser schreibst und gebe dir praktische Beispiele für gute Anreißer bei Blogbeiträgen.

Super, du hast es bis zum Ende geschafft!
Nun lasse ich dich zu Wort kommen und freue mich über deine Erfahrung beim Texten von Teasern.
Wusstest du bereits, wie man einen guten Teaser schreibt und wie sie funktionieren?
Wie viel Wert legst du auf eine gute Einleitung bei Blogbeiträgen?

Schreib mir gerne deine Meinung in die Kommentare oder teile eigene Tipps und Tricks rund um Teaser-Texte!